1. Hüftarthroskopie

Bei Erkrankungen des Hüftgelenks, die noch nicht zu grösseren Knorpelschädigungen (Arthrose) geführt haben, kann häufig mit einer Arthroskopie eine Besserung erreicht und ein Fortschreiten arthrotischer Veränderungen verhindert werden. Für den Eingriff ist in der Regel eine Allgemeinnarkose notwendig.

Mögliche Eingriffe

  • Entfernung von freien Gelenkkörpern und Kalkeinlagerungen
  • Lösen von Kapselteilen und Vernarbungen, auch nach Hüftprothese
  • Entfernen der Gelenkinnenhaut
  • Knorpelglättung und Anbohrung
  • Naht eines abgerissenen knorpeligen Pfannenrandes mit Ankernähten oder resorbierbaren Nägeln (Labrumrefixation), bei zu starker Schädigung Entfernen des Labrums
  • Abfräsen des Pfannenrandes bei zu weiter Überdachung (mit Labrumrefixation oder Labrumresektion)
  • Abfräsen des Schenkelhalses bei anatomischer Fehlform (Impingement)
  • Kontrolle einer Hüftprothese mit Gewebeentfernung
  • Durchtrennen/Lösen von Sehnen im Bereich des Hüftgelenks (bei Entzündung oder Verkürzung), Schleimbeutelentfernung

Nachbehandlung

  • Stationärer Aufenthalt von 2 bis 3 Tagen
  • Physiotherapie über 6 bis 12 Wochen
  • Gehstöcke während 4 Wochen, 2 bis 4 Wochen Teilbelastung
  • Sportfähigkeit meist erst nach 6 Monaten, ausgenommen Velofahren und Schwimmen

2. Hüftprothese

Wenn Medikamente, Infiltrationen und Physiotherapie bei Abnutzung des Gelenkes und/oder starken Schmerzen keine Besserung mehr erzielen, ist eine Operation unumgänglich. Bei fortgeschrittener Arthrose (Aufbrauchen des Gelenkknorpels) ist keine gelenkserhaltende Operation mehr möglich. Es wird eine Totalendoprothese nötig:

  • Muskelschonender Operationszugang (minimal-invasiv).
  • Ersatz von Hüftpfanne, Hüftkopf und Schenkelhals. Unter Berücksichtigung des Alters und der Knochenqualität gibt es zwei Verankerungsmöglichkeiten: mit Knochenzement (nach Aushärten des Zements stabil) oder ohne Knochenzement (wächst innerhalb einiger Monate ein, primär meist stabil verkeilt).

Nachbehandlung

  • Stationärer Aufenthalt: 1 Woche
  • Physiotherapie
  • Rehabilitationsaufenthalt in Ausnahmefällen
  • Gehstöcke während 4 Wochen, Vollbelastung nach Massgabe der Beschwerden erlaubt