1. Sprunggelenks-Arthroskopie

Mögliche Eingriffe

  • Entfernung von freien Gelenkkörpern und Kalkeinlagerungen
  • Lösen von Kapselteilen und Vernarbungen (z.B. bei eingesteiftem Gelenk)
  • Abfräsen von Knochenspornen zur Verbesserung der Beweglichkeit
  • Entfernen der Gelenkinnenhaut, z.B. bei Entzündungen
  • Knorpelglättung, Knorpelinduktion (Anregung der Knorpelbildung, Microfracture), Knorpeltransplantation
  • Säuberung und Spülung des Gelenks, auch bei Sprunggelenksprothesen, z.B. bei Infektion
  • Gewebeentnahme, z.B. nach Sprunggelenksprothese

Nachbehandlung

  • Stationärer Aufenthalt: 1 Woche
  • Physiotherapie
  • Gehstöcke während 4 Wochen, Vollbelastung nach Massgabe der Beschwerden erlaubt

2. Verletzungen – Sprunggelenksbruch, Bandplastik

Brüche werden mit Platten, Drähten und/oder Schrauben fixiert:

  • Wiederherstellung des gebrochenen Knöchels
  • Wiederherstellung des gelenkbildenen Anteils des Schienbeins
  • Wiederherstellung des gebrochenen Sprungbeins

Bei Bänderrissen:

  • Naht der Bänder am Aussenknöchel
  • Naht der Bänder am Innenknöchel

3. Sprunggelenks-Arthrodese

Bei starken Achsabweichungen im Sprunggelenk und entsprechender Abnutzung und Instabilität ist kein rekonstruktiver Eingriff mehr möglich, und es kann häufig kein Gelenkersatz erfolgen. Es bleibt nur die operative Versteifung des oberen und/oder unteren Sprunggelenks als therapeutische Option (Arthrodese).

Nach Freilegung des Gelenkes werden die Gelenkflächen entknorpelt, angefrischt und miteinander verschraubt damit das Gelenk zusammenwachsen kann. Dadurch wird es schmerzfrei. Bei Versteifung des Sprunggelenks ist die verbleibende Beweglichkeit in den Fusswurzelgelenken und am Mittelfuss für ein normales Gangbild ausreichend. Unterstützen lässt sich dies mit speziellen Schuhsohlen, die das Abrollen erleichtern.

Nachbehandlung

  • Stationärer Aufenthalt: bis zu 1 Woche
  • Ruhigstellung im Gips oder in einer Schiene für 6 Wochen
  • Gehstöcke während 4 bis 6 Wochen, Vollbelastung nach Massgabe der Beschwerden erlaubt

4. Sprunggelenksprothese

Operative Freilegung des Sprunggelenks, Abtragung der zerstörten Knorpel-/Knochenflächen und Aufbringen des Oberflächenersatzes (aus Metall) an Schien- und Sprungbein.

Nachbehandlung

  • Stationärer Aufenthalt: bis zu 1 Woche
  • Physiotherapie
  • Gehstöcke während 4 bis 6 Wochen, Vollbelastung nach Massgabe des Operateurs

5. Achillessehnenriss

Wenn die konservative Therapie mit ruhigstellenden Verbänden in Spitzfussstellung nicht zum gewünschten Therapieerfolg führt, werden die Sehnenstümpfe operativ mit einem kräftigen, langsam resorbierbaren Faden vernäht. Die Naht kann mit einer zusätzlichen Sehne, die nahe an der Achillessehne verläuft, verstärkt werden. Bei älteren Achillessehnenverletzungen ist eine Sehnenplastik (z.B. Sehnenverlagerung) notwendig.

Nachbehandlung

  • Stationärer Aufenthalt: wenige Tage
  • Ruhigstellung in Gips oder Schiene für ca. 6 Wochen
  • Physiotherapie
  • Sportfähigkeit erst nach 3 bis 6 Monaten

6. Vorfusschirurgie

Hallux valgus
(Seitliche Abwinkelung der Grosszehe als Folge eines Spreiz-, Senk- oder Plattfusses)

  1. Verschiebe-Osteotomien: Chevron-Osteotomie, Scarf-Osteotomie
    Der erste Mittelfussknochen wird durchtrennt und der körperferne Anteil in Richtung der 2. Zehe geschoben. Dadurch richtet sich die Grosszehe gerade.
  2. Akin-Osteotomie
    Bei schiefer, zur 2. Zehe gebogener Grosszehe kann diese durch Entnahme eines Knochenkeils im Grundglied gerade gestellt werden.
  3. Umstellungsoperation des (ersten) Mittelfussknochens
    Durch Entnahme eines Knochenkeils kann die Achse des Mittelfussknochens korrigiert werden.
  4. Weichteil-Release
    Sehnendurchtrennung zwischen erster und zweiter Zehe, damit die Grosszehe nicht in die Fehlstellung gezogen wird.

Hallux rigidus
(Arthrose des Grosszehengrundgelenks mit zunehmender Einsteifung)

  1. Operation nach Regnauld
    Plastik des Grosszehengrundgelenks, die zur Entlastung des vorgeschädigten Grosszehengrundgelenks führt.
  2. Versteifung des Grosszehengrundgelenks (Arthrodese)
    Verschrauben des Grosszehengrundgelenks in Funktionsstellung.

Hammerzehen
(Abnorme Beugestellung im Mittel- und/oder Endgelenk der Zehen)

  1. Operation nach Hohmann
    Das schmerzhaft versteifte Zehenmittel- oder Zehengrundgelenk wird entfernt, und die betroffene Zehe wird gerade gestellt. Draht-Transfixation für ca. 3 Wochen.
  2. Sehnendurchtrennung (Tenotomie)
    Bei verkürzten Streck- oder Beugesehnen reicht die knöcherne Korrektur häufig nicht aus, so dass eine Sehnendurchtrennung erfolgen muss, um die gewünschte Stellungskorrektur zu erreichen.

Digitus quintus varus
(Die Kleinzehe wird nach innen gerückt und liegt über oder unter der 4. Zehe.)

  1. Verschiebe-Osteotomie
    Durchtrennung des 5. Metatarsale und Verschieben des Köpfchens in Richtung der 4. Zehe. Fixation mit Draht oder Schraube.
  2. Sehnendurchtrennung
    Bei verkürzten Streck- oder Beugesehnen reicht die knöcherne Korrektur häufig nicht aus, so dass eine Sehnendurchtrennung erfolgen muss, um die gewünschte Stellungskorrektur zu erreichen.

Nachbehandlung

  • Stationärer Aufenthalt: wenige Tage
  • Mobilisation mit einem speziellen Verbandschuh
  • Vollbelastung nach Massgabe der Beschwerden erlaubt
  • Bei Osteotomien und Arthrodese des Grosszehengrundgelenks Heilungsdauer 6 Wochen

7. Rück- und Mittelfussarthrodese

Bei schmerzhafter oder deformierender Arthrose der Fusswurzel- oder Mittelfussgelenke (Chopart-/Lisfranc-Gelenk), ist eine Versteifung der betroffenen Gelenke möglich. Meist betrifft es nur ein Gelenk oder wenige Gelenke, so dass die normale Abrollbewegung des Fusses dadurch nicht gestört wird. Nur in bestimmten Fällen ist daher nach der Operation eine spezielle Schuhzurichtung notwendig (z.B. Abrollhilfe).